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Update Verkehrsänderung!

Kurzfristig mussten an der ohnehin schon vielerorts geänderten Verkehrsführung noch ein paar weitere, kleinere Planänderungen vorgenommen werden.

Dies betrifft die Zufahrt nach Hohndorf zum Prolog-Areal, auf dem am Samstag auch die Sonderprüfung drei ausgetragen wird. Dadurch wird die Alte Marienberger Straße in Richtung Marienberg vom Kreisverkehr Krankenhaus bis zum Ortseingang Hohndorf von Freitag 17 Uhr bis Samstag 17 Uhr zur Einbahnstraße erklärt. Damit ist für die Besucher des Prolog-Abends sowie für den nächsten Tag ein linksseitiges Parken beginnend nach den Ganshäusern bis nach Hohndorf gewährleistet. Des Weiteren stehen Parkmöglichkeiten auf der Wiese gegenüber vom Prolog-Areal und auf den oberen drei Ebenen des Krankenhaus-Parkplatzes zur Verfügung. Achtung für Besucher, die über die B174 aus Richtung Marienberg anreisen. Die Zufahrt kann nur über die Abfahrt Zschopau und weiter über die Alte Marienberger Straße erfolgen. Abschließend kann noch der öffentliche Parkplatz in Hohndorf, Ortsausgang an der B174 in vollem Umfang genutzt werden.

Dafür entfällt die Einbahnstraßenregelung Villa Wilisch in Richtung Weißbach.

Auf Grund der innerstädtischen Baumaßnahmen ist in Zschopau aktuell ohnehin eine veränderte Verkehrsführung gegeben. Durch die ohnehin schon angespannte Situation, ist auf der Lange Straße im gesamten Stadtgebiet absolutes Halteverbot verhängt worden. Den Teilnehmern ist daher dringend zu empfehlen, per Achse zur Maschinenabnahme zu fahren (es darf dabei den Pfeilen für Samstag gefolgt werden) und zu Fuß in das Paddock zurück zu laufen. Wir bitten hierbei um Verständnis und entschuldigen die derzeit komplizierten Umstände – vielen Dank!

Die Fahrtleitung
MSC Rund um Zschopau e.V. im ADAC

„Vize“ Theo Espinasse, der Knighter und Co. am Start!

Traditionell geben sich auch immer wieder internationale Top-Fahrer zu „Rund um Zschopau“ die Ehre und nicht selten trugen sie sich in die prestigeträchtigen Siegerlisten des Enduro-Klassikers ein. Angefangen mit Stefano Passeri aus Italien in den 90igern, gefolgt von den schwedischen Enduro-Größen Rickard Larsson, Anders Eriksson und Peter Bergvall. Nicht zu vergessen Publikumsliebling Stefan Merriman aus Australien und die finnischen Mehrfach-Enduroweltmeister Juha Salminen und Eero Remes. Auch der französische Nationalheld Christophe Nambotin stand in Zschopau schon ganz oben, ebenso wie die einheimischen Top-Fahrer Ralf Scheidhauer, Marcus Kehr, Edward Hübner und Marco Neubert. Im vergangenen Jahr war es der Deutsche Multi-Champion Dennis Schröter, der mit dem RuZ-Gesamtsieg nun endlich, nach mehreren vergeblichen Anläufen, diese Lücke in seiner persönlichen Erfolgsgeschichte schloss.

2019 tritt der Brandenburger damit nun erstmals als „Titelverteidiger“ an. Das er sich wieder in Top-Form befindet, verdeutlicht sein derzeit komfortabler Vorsprung im Int. Deutschen Enduro Championat. Doch die Konkurrenz ist hart! Neben den bärenstarken nationalen Kontrahenten, um Lokalmatador Andreas Beier, dem amtierenden E2-Meister Edward Hübner, Davide von Zitzewitz und Newcomer Angus Heidecke mischen sich noch ein paar potentielle Sieganwärter aus dem europäischen Ausland. Allen voran der frischgebackene Junioren-Vizeweltmeister Theophile Espinasse aus Frankreich, der mit einem Tagessieg beim WM-Finale auf heimischem Boden seine Extraklasse erneut eindrucksvoll unter Beweis stellte. Gelingt dem Sherco-Werksfahrer, der vom Team Marcus Kehr Sherco Academy eingesetzt wird, im Erzgebirge ein ähnlicher Erfolg?

Auch dem belgischen Duo Matthew van Oevelen und Mathias van Hoof ist durchaus eine Überraschung zuzutrauen. Van Oevelen stand beim WM-Finale in Zschopau vor zwei Jahren in der Youth-Klasse auf dem Podest und van Hoof feierte jüngst in Frankreich in der 4-Takt-Open-Klasse einen beeindruckenden Doppelsieg. Hinzu kommen wieder der Vorjahres-Prologsieger und Publikumsliebling Jonathan Rossé aus der Schweiz, die tschechischen WM-Fahrer Robert Friedrich und Adolf Zivny und Österreichs derzeitiges Aushängeschild im Endurosport Bernhard Schöpf! Der aber wohl bekannteste aller Gaststarter beim diesjährigen „Rund um Zschopau“ dürfte zweifellos David Knight sein. Der britische Mehrfach-Weltmeister sicherte sich den Titel im neugeschaffenen Open-Senior-Cup und wird in Zschopau für das überaus engagierte und rührige Team von GST Berlin an den Start gehen. Es gibt also viele heiße Aktien – doch wer wird am Ende ganz oben stehen? Am späten Nachmittag des 12. Oktober wissen wir mehr….

Text & Foto: Peter Teichmann

„Rund um Zschopau 2019“ zum Greifen nah

Sportlich gesehen geht die Enduro-Saison national wie international in die heiße Endphase und auch die Vorbereitungen zu „Rund um Zschopau“ laufen im höher werdenden Drehzahlbereich. Aktuell arbeitet der Vereinsvorstand zusammen mit all seinen zahlreichen Unterstützern, ehrenamtlichen Helfern, Grundstückseigentümern, Behörden und Sponsoren fieberhaft daran, um Fans und Zuschauern wieder ein Geländesport-Spektakel der Extra-Klasse zu bieten. Dabei wird auf Altbewährtes gesetzt, verfeinert mit der ein oder anderen neuen pfiffigen Idee, was der bevorstehenden Veranstaltung eine ganz besondere Note verleihen soll. Natürlich bereits auch im Hinblick auf das große WM-Finale im kommenden Jahr!

Doch vorerst gilt alle Aufmerksamkeit der 2019er Auflage. Die wichtigsten Eckpunkte des Enduro-Klassikers sind in den folgenden Zeilen zusammenfasst: „Rund um Zschopau“ findet am 12. Oktober statt. Bereits am Vorabend wird der Prolog in Hohndorf nach bewährtem Konzept bestritten. „RuZ“ zählt auch in diesem Jahr wieder als Wertungslauf zur Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft. Allerdings wird das Finale diesmal nicht in der Motorradstadt ausgetragen, das findet vierzehn Tage später im sächsisch-anhaltinischen Tucheim statt. Auch ist die Veranstaltung in Zschopau, im Gegensatz zum Vorjahr, kein Prädikatslauf der Deutschen Enduro-Cup-Klassen sowie der Damen, Senioren und Super-Senioren.

Die Strecke wird wie im Vorjahr gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Das heißt, die erste Prüfung des Tages wird der Enduro-Test in Venusberg inkl. Start am Fuße des legendären Weberhanges sein. Die zweite Sonderprüfung feiert Premiere. Erstmalig wird im berühmt berüchtigten „Hübler-Wald“ in Waldkirchen ein Test stattfinden, der sich bis hoch zum weithin sichtbaren Windrad zieht. Von dort geht es eine enge und extra dafür mit zwei Zeitkontrollen begrenzte Etappe hinüber bis kurz vor das Börnichener Schlammloch. Getrödelt darf von den Aktiven auf diesem Teilabschnitt nicht werden, sonst drohen Strafzeiten. Solche kurzen, knackigen Etappen sind wieder zunehmend bei internationalen Wettbewerben im Trend. Vielleicht schon ein Fingerzeig auf das kommende Jahr? Der letzte Test auf der Runde wird, nach erfolgreichem Versuch im Vorjahr, wieder in Hohndorf unmittelbar am Prolog-Areal mit den eingebundenen Streckenelementen des Vorabends sein. Aber nicht nur auf den Sonderprüfungen können sich die Zuschauer auf geballte Geländesport-Action freuen. Auch an den traditionellen Streckenpunkten, wie die Auffahrten in Gelenau, Weißbach und Dittmannsdorf sowie die Sektion „under the brigde“ in Zschopau oder die Schlammpassagen in Altenhain und Börnichen werden die Fanherzen höher schlagen lassen.

Start und Ziel befinden sich wieder direkt vor dem Zschopauer Rathaus, alle administrativen Anlaufpunkte sowie das Fahrerlager im MZZ-Areal. Die Technische Abnahme wird wieder am Freitag auf dem Vorhof von Schloss Wildeck vollzogen, das Parc Fermé befindet sich erneut im inneren Schlosshof und kann ringsherum von außen besichtigt werden. Das Festzelt, in welchem am Samstagabend wieder die Siegerehrung mit anschließender Race-Party stattfindet, wird wieder auf dem Platz des ehemaligen Kinos an den Zschopauer Anlagen zu finden sein. Der Eintritt für Freitag (Prolog) und Samstag (alle Streckenabschnitte) kostet 10 Euro, nur für samstags 5 Euro. Separate Tickets für den Prolog sind nicht erhältlich. Kinder bis 12 Jahre sind frei. Die samstägliche Abendveranstaltung ist für sämtliche Besucher ebenfalls kostenfrei!

Weitere, detaillierte Informationen für Fahrer und Zuschauer zur Veranstaltung sind dem „RuZ-Guide“ zu entnehmen. Auch sei hier an dieser Stelle empfohlen, in den kommenden Tagen immer mal wieder einen Blick auf die Homepage zu werfen…

Junioren mit Achtungserfolgen bei der WM in Tschechien!

Am vergangenen Wochenende ging nun der vorletzte Lauf zur diesjährigen FIM EnduroGP Weltmeisterschaft im tschechischen Uhlirske Janovice über die Bühne. Die Veranstaltung bestach durch erstklassige Sonderprüfungen und einer kernigen Etappenführung. Zahlreiche Fans säumten die Strecke und sorgten so für mächtig Stimmung und zusätzliche Motivation bei den Fahrern.
„Einfach nur geil“, bringt es Florian Görner in seiner typisch verschmitzten Art auf den Punkt. Der Scharfensteiner zog sich mit den Rängen neun und acht in der Klasse Junioren 2 überaus achtbar aus der Affäre. „Es war ein richtig tolles Wochenende. Nicht nur wegen der super Strecke, den erstklassigen Prüfungen und den vielen Fans, die uns noch zusätzlich angespornt haben. Auch die spitzenmäßige Zusammenarbeit vor Ort untereinander sowie die wertvollen Tipps von Marcus Kehr und Christoph Seifert an den Prüfungen waren sensationell“, unterstreicht Florian, der wie Kevin Nieschalk, Luca Fischeder, Karl Weigelt und Bastian Streit (im Foto v.l.n.r.), vom MSC Rund um Zschopau e.V. im ADAC bei diesem WM-Abenteuer in großem Umfang finanziell, logistisch und mental unterstützt wurden.

„Es war schon sensationell“, bekennt auch Kevin Nieschalk, der in Tschechien sein WM-Debüt gab und überhaupt das erste Mal an einer Veranstaltung im Ausland teilnahm. Der Lengefelder wurde bei den Junioren 1 Elfter und Zwölfter. „Top Zehn wäre schon schön gewesen, aber auch so ist es okay. Ich habe extrem viel gelernt und Erfahrungen gesammelt. Dankbar bin ich auch Christoph Seifert, der uns vor den Prüfungen immer gut zugeredet und motiviert hat. Wirklich klasse!“ Für das Highlight sorgte zweifellos Luca Fischeder. Der 20-Jährige setzte sich in der Youth-Kategorie extrem stark in Szene und fuhr mit zwei siebten Rängen sein bis dato bestes WM-Ergebnis ein. „Ich bin wirklich happy. Das ganze Wochenende lief hervorragend. Alles hat super gepasst, von der Strecke, über die Fans bis hin zur Betreuung. Für mich war es die schönste Veranstaltung des Jahres“, lacht Luca, der sogar einen eigenen kleinen Fanclub dabei hatte. Auch Bastian Streit kam aus dem Schwärmen nicht heraus: „Es war ein großartiges Erlebnis! Die ganze Woche, die gemeinsame Vorbereitung, die Atmosphäre im Team. Auch die Veranstaltung an sich, die Strecke, die Prüfungen, einfach nur klasse!“ Der Erdmannsdorfer, für den der Auftritt in Tschechien ebenfalls Neuland war, belegte in der Viertakt-Open-Klasse zweimal Platz sechs. Einzig Karl Weigelt konnte dem Wochenende rein sportlich wenig Gutes abgewinnen. Nach einem Sturz gleich im ersten Test quälte er sich mit offener Hand über den Tag und holte in der Youth-Klasse als Dreizehnter zumindest ein paar WM-Pünktchen. Am zweiten Tag folgte dann das frühzeitige Aus. „Im Enduro-Test habe ich einen Felsbrocken touchiert und mir dabei den Bremshebel komplett ramponiert. Ohne Hinterradbremse in diesem Terrain zu bestehen, ist leider fast ein Ding der Unmöglichkeit“, so der enttäuschte Youngster.

Rund um Zschopau“ unterstützt sächsische Junioren bei WM-Auftritt

Freunde der Enduro-Weltmeisterschaft werden in Deutschland derzeit wirklich verwöhnt! Nach den Finalrunden 2017 in Zschopau und 2018 in Woltersdorf bei Berlin fand in diesem Jahr die Auftakt-Veranstaltung im nordsächsischen Dahlen statt. Und auch im kommenden Jahr müssen die Fans nicht darauf verzichten, denn die weltbesten Endurofahrer werden wieder ihr Saisonfinale in der erzgebirgischen Motorradstadt bestreiten.
Doch bevor es soweit ist, gilt es noch Unmengen an Dingen zu tun, zu organisieren, zu erledigen. Die Liste ist lang, umfasst unzählige Punkte, darunter auch die Promotion des Enduro-Klassikers. „Hier gehen wir einen neuen Weg, verknüpfen das Thema eng mit der Nachwuchsförderung“, umreißt André Rudolph, stellvertretender Vereinsvorsitzender, den Ursprungsgedanke. „Da wir den Punkt Nachwuchsförderung nicht vernachlässigen wollen, aber in diesem Sinne kein klassischer Motorsportverein mit sportlich aktiven Mitgliedern sind, kam die Idee auf, uns anderweitig zu engagieren“, klärt der Fahrtleiter von „Rund um Zschopau“ über die Anfänge dieses Projektes auf. „Daher haben wir als Verein beschlossen, unsere sächsischen Junioren beim kommenden WM-Lauf im tschechischen Uhlířské Janovice besonders zu unterstützen. So werden wir diesen nicht nur vor Ort bei der Betreuung zur Seite stehen, sondern ihnen auch finanziell kräftig unter die Arme greifen. Sprich, wir übernehmen das Startgeld sowie die Grundkosten für Verpflegung und Unterkunft. Gleichzeitig erhoffen wir uns, die Jungs besser auf das internationale Niveau einstellen zu können. Natürlich auch auf Hinblick unseres WM-Finales kommendes Jahr in Zschopau, wofür wir auch vor Ort mit Werbebannern und Flyern werben möchten.“

Das dieses Projekt bei den Fahrern riesengroßen Anklang findet, ist selbstredend. Die fünf Junioren Florian Görner, Kevin Nieschalk, Karl Weigelt, Bastian Streit und Luca Fischeder (v.l. im Bild) zeigten sich über diese Unterstützung überrascht, glücklich, geehrt und vor allem extrem dankbar!
Ursprünglich war dieses Unternehmen auf sieben Fahrer ausgelegt. Doch zwei davon verletzten sich im Vorfeld und sind folglich nicht dabei. „Das ist natürlich sehr schade“, bedauert Christoph Seifert, der nicht nur als Kader-Trainer des ADAC Sachsen mit den Enduro-Junioren eng zusammenarbeitet, sondern in Uhlířské Janovice den Jungs mit Rat und Tat zur Seite steht. „Ich werde sie zusammen mit Marcus Kehr und Jens Horn bestmöglich betreuen. Da zählt das gemeinsame Ablaufen der Prüfungen genauso so dazu, wie das Trinken reichen oder Brille putzen“, so Christoph Seifert, der aus seiner aktiven Zeit nur zu gut weiß, wie wichtig vor allem die kleinen Dinge sind. „Wir wollen den Jungs mit unserem Erfahrungsschatz helfen und möglichst großen Rückhalt bieten.“ So bleibt abschließend nur noch eins zu sagen: Alles Gute und viel Erfolg!

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