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Theo Espinasse gewinnt „Rund um Zschopau“ 2019!

Es war eine Geländefahrt, wie aus dem Bilderbuch. Mit strahlendem Sonnenschein, Fernsicht bis zum Fichtelberg und Temperaturen, die zum Tragen von kurzer Beinbekleidung einluden, zeigten sich die äußernen Bedingungen traumhaft schön – wenngleich total untypisch für „Rund um Zschopau“. „Ich kann mich erinnern, dass wir hier frühmorgens schon Reif von den Sitzbänken gekratzt haben“, lacht Tomi Peltola aus Finnland, der selbst einige Jahre in der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft aktiv war und nun mit einem Freund in Zschopau weilte, um sich das Rennen anzusehen. Ob er der Gast mit der weitesten Anreise war, ist nicht sicher, wohl aber, das wieder mehrere tausend Zuschauer die Strecke säumten und so für eine grandiose Atmosphäre sorgten. Gänsehaut-Momente für die Fahrer, egal ob Top-Fahrer oder Hobby-Enduristen, waren also garantiert. Insgesamt 304 gingen von ihnen auf die Strecke, 226 erreichten das Ziel in Zschopau, was mit „Finisher“-T-Shirt und Erinnerungsfoto auf dem Neumarkt für jeden Einzelnen honoriert wurde. Auch Théophile Espinasse strahlte in die Kamera. Kein Wunder, wurde doch der frischgebackene Enduro-Junioren-Vizeweltmeister seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und sicherte sich überlegen den „RuZ“-Gesamtsieg!

In beeindruckender Manier brannte der junge Franzose, nach zunächst etwas verhaltener ersten Runde, Bestzeiten am laufenden Band in den erzgebirgischen Boden, so dass sein Vorsprung am Ende fast eineinhalb Minuten auf den Zweitplatzierten Dennis Schröter betrug.

„Es lief wirklich gut, ich hatte riesigen Spaß. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, die Atmosphäre super. Die Organisatoren haben einen richtig tollen Job gemacht. Danke an alle, die es mir ermöglicht haben, hier an den Start zu gehen“, zeigt sich Théophile Espinasse von seinem ersten Auftritt in Zschopau sichtlich angetan, der die zahlreichen Fans an der Strecke mit seiner spektakulären Fahrweise sichtlich begeisterte. Auch Vorjahressieger Dennis Schröter fand zur Veranstaltung lobende Worte, wenngleich er, trotz seines starken Resultates, nicht wirklich glücklich war: „Es war wieder eine Top-Geländefahrt, wirklich richtig gut! Nur bin ich mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden. Oft sind mir kleinere Fehler unterlaufen und am Weber-Hang habe ich gleich zweimal gehangen.“

Platz drei ging an Lokalmatador Andreas Beier, Vierter wurde Edward Hübner, Rang fünf belegte Davide von Zitzewitz, der nach der ersten Runde sogar knapp in Führung lag. Die fünf Tagesschnellsten konnten sich allesamt über ein Preisgeld freuen. Ebenso wie Luca Fischeder, der nicht nur den, mit 200 Euro dotierten Gunter-Illgen-Pokal gewann, sondern mit einer sensationell starken Leistung bis auf Rang sechs in der Tageswertung nach vorn fuhr. „Es ist ein Traum! Nachdem der Prolog schon so super für mich gelaufen war, hatte ich einfach nur Bock und wollte mein Bestes geben. Das es letztlich so weit nach vorn ging, macht mich extrem happy“, lacht der schnelle Junior. Der letzte Scheck, der bei der abendlichen Siegerehrung im bestens gefüllten Festzelt überreicht wurde, ging ebenfalls an „Theo“ aus Frankreich. Prämiert wurde hierbei die Gesamtfahrtzeit aller drei Durchgänge vom Enduro-Test „Hübler-Wald“, der zweifellos als Scharfrichter von „Rund um Zschopau 2019“ in die Historie eingehen wird.

Prolog-Sieg geht nach Frankreich!

 

„Rund um Zschopau“ 2019 – das erste Kräftemessen ist Geschichte! Erneut pilgerten zahlreiche Zuschauer nach Hohndorf, die am Prolog-Abend wieder für eine großartige und stimmungsvolle Atmosphäre sorgten. Ihr Kommen wurde mit spektakulären Endurosport, spannungsgeladenen Kopf-an-Kopf-Rennen, engen Entscheidungen und auch mit manch atemraubendem Sturz, die zum Glück aber alle weitestgehend glimpflich ausgingen, bestens belohnt. Zunächst gaben die tschechischen Gastfahrer den Ton an. Zdenek Pitel, Schnellster der ersten Fahrerpaarung, wurde nur wenig später von seinem Landsmann Jan Vasta an der Spitze abgelöst. Dessen Bestzeit hatte so lange Bestand, bis Vorjahres-Sieger Jonathan Rossé an den Start rollte. Der Schweizer flog wieder förmlich, in seiner typisch spektakulären Art, über den bestens präparierten Prolog-Parcours. Seine Zeit von 1:48.50 Minuten hatte bis zur Pause Bestand, in der das Publikum mit einer Laser-Feuer-Show kurzweilig unterhalten wurde. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam zunächst noch kein weiterer Fahrer an den Bestwert heran. Doch dann gelang Luca Fischeder ein wirklich grandioser Ritt. Als dieser mit 1:46.60 die Top-Zeit um fast zwei Sekunden verbesserte, brandete großer Jubel auf. In den nachfolgenden Fahrerpaarungen, welche gegen Ende mit den Duellen Andreas Beier gegen Angus Heidecke, Edward Hübner gegen Bernhard Schöpf und Davide von Zitzewitz gegen David Knight absolutes Spitzen-Niveau versprachen, bissen sich jedoch alle an der Vorgabe des Sherco-Fahrers die Zähne aus. Im letzten Duell gingen schließlich der Championatsführende Dennis Schröter und Junioren-Vizeweltmeister Théophile Espinasse auf die Strecke. Beide brannten zum Abschluss noch einmal ein wahres Feuerwerk ab, was mit einem Sieg und neuer Bestzeit von 1:45.16 Minuten für den Franzosen endete. „Wirklich extrem schade“, seufzt Luca Fischeder, als er die neue Bestzeit auf dem Display realisierte, „ich hätte vor der tollen Kulisse wirklich nur zu gern gewonnen.“ Dafür strahlte der Prolog-Sieger über das gesamte Gesicht. „Es hat wirklich total viel Spaß gemacht. Der Kurs war echt anspruchsvoll, doch ich kam gut damit zurecht. Das Publikum war fantastisch“, so der Sherco-Fahrer und er meint abschließend, „nun freue ich mich auf morgen!“ Und da können sich alle, Fahrer wie Zuschauer gleichermaßen, auf einiges gefasst machen. „Rund um Zschopau“ 2019 – auf geht´s!

Text & Fotos: Peter Teichmann

Update Verkehrsänderung!

Kurzfristig mussten an der ohnehin schon vielerorts geänderten Verkehrsführung noch ein paar weitere, kleinere Planänderungen vorgenommen werden.

Dies betrifft die Zufahrt nach Hohndorf zum Prolog-Areal, auf dem am Samstag auch die Sonderprüfung drei ausgetragen wird. Dadurch wird die Alte Marienberger Straße in Richtung Marienberg vom Kreisverkehr Krankenhaus bis zum Ortseingang Hohndorf von Freitag 17 Uhr bis Samstag 17 Uhr zur Einbahnstraße erklärt. Damit ist für die Besucher des Prolog-Abends sowie für den nächsten Tag ein linksseitiges Parken beginnend nach den Ganshäusern bis nach Hohndorf gewährleistet. Des Weiteren stehen Parkmöglichkeiten auf der Wiese gegenüber vom Prolog-Areal und auf den oberen drei Ebenen des Krankenhaus-Parkplatzes zur Verfügung. Achtung für Besucher, die über die B174 aus Richtung Marienberg anreisen. Die Zufahrt kann nur über die Abfahrt Zschopau und weiter über die Alte Marienberger Straße erfolgen. Abschließend kann noch der öffentliche Parkplatz in Hohndorf, Ortsausgang an der B174 in vollem Umfang genutzt werden.

Dafür entfällt die Einbahnstraßenregelung Villa Wilisch in Richtung Weißbach.

Auf Grund der innerstädtischen Baumaßnahmen ist in Zschopau aktuell ohnehin eine veränderte Verkehrsführung gegeben. Durch die ohnehin schon angespannte Situation, ist auf der Lange Straße im gesamten Stadtgebiet absolutes Halteverbot verhängt worden. Den Teilnehmern ist daher dringend zu empfehlen, per Achse zur Maschinenabnahme zu fahren (es darf dabei den Pfeilen für Samstag gefolgt werden) und zu Fuß in das Paddock zurück zu laufen. Wir bitten hierbei um Verständnis und entschuldigen die derzeit komplizierten Umstände – vielen Dank!

Die Fahrtleitung
MSC Rund um Zschopau e.V. im ADAC

„Vize“ Theo Espinasse, der Knighter und Co. am Start!

Traditionell geben sich auch immer wieder internationale Top-Fahrer zu „Rund um Zschopau“ die Ehre und nicht selten trugen sie sich in die prestigeträchtigen Siegerlisten des Enduro-Klassikers ein. Angefangen mit Stefano Passeri aus Italien in den 90igern, gefolgt von den schwedischen Enduro-Größen Rickard Larsson, Anders Eriksson und Peter Bergvall. Nicht zu vergessen Publikumsliebling Stefan Merriman aus Australien und die finnischen Mehrfach-Enduroweltmeister Juha Salminen und Eero Remes. Auch der französische Nationalheld Christophe Nambotin stand in Zschopau schon ganz oben, ebenso wie die einheimischen Top-Fahrer Ralf Scheidhauer, Marcus Kehr, Edward Hübner und Marco Neubert. Im vergangenen Jahr war es der Deutsche Multi-Champion Dennis Schröter, der mit dem RuZ-Gesamtsieg nun endlich, nach mehreren vergeblichen Anläufen, diese Lücke in seiner persönlichen Erfolgsgeschichte schloss.

2019 tritt der Brandenburger damit nun erstmals als „Titelverteidiger“ an. Das er sich wieder in Top-Form befindet, verdeutlicht sein derzeit komfortabler Vorsprung im Int. Deutschen Enduro Championat. Doch die Konkurrenz ist hart! Neben den bärenstarken nationalen Kontrahenten, um Lokalmatador Andreas Beier, dem amtierenden E2-Meister Edward Hübner, Davide von Zitzewitz und Newcomer Angus Heidecke mischen sich noch ein paar potentielle Sieganwärter aus dem europäischen Ausland. Allen voran der frischgebackene Junioren-Vizeweltmeister Theophile Espinasse aus Frankreich, der mit einem Tagessieg beim WM-Finale auf heimischem Boden seine Extraklasse erneut eindrucksvoll unter Beweis stellte. Gelingt dem Sherco-Werksfahrer, der vom Team Marcus Kehr Sherco Academy eingesetzt wird, im Erzgebirge ein ähnlicher Erfolg?

Auch dem belgischen Duo Matthew van Oevelen und Mathias van Hoof ist durchaus eine Überraschung zuzutrauen. Van Oevelen stand beim WM-Finale in Zschopau vor zwei Jahren in der Youth-Klasse auf dem Podest und van Hoof feierte jüngst in Frankreich in der 4-Takt-Open-Klasse einen beeindruckenden Doppelsieg. Hinzu kommen wieder der Vorjahres-Prologsieger und Publikumsliebling Jonathan Rossé aus der Schweiz, die tschechischen WM-Fahrer Robert Friedrich und Adolf Zivny und Österreichs derzeitiges Aushängeschild im Endurosport Bernhard Schöpf! Der aber wohl bekannteste aller Gaststarter beim diesjährigen „Rund um Zschopau“ dürfte zweifellos David Knight sein. Der britische Mehrfach-Weltmeister sicherte sich den Titel im neugeschaffenen Open-Senior-Cup und wird in Zschopau für das überaus engagierte und rührige Team von GST Berlin an den Start gehen. Es gibt also viele heiße Aktien – doch wer wird am Ende ganz oben stehen? Am späten Nachmittag des 12. Oktober wissen wir mehr….

Text & Foto: Peter Teichmann

„Rund um Zschopau 2019“ zum Greifen nah

Sportlich gesehen geht die Enduro-Saison national wie international in die heiße Endphase und auch die Vorbereitungen zu „Rund um Zschopau“ laufen im höher werdenden Drehzahlbereich. Aktuell arbeitet der Vereinsvorstand zusammen mit all seinen zahlreichen Unterstützern, ehrenamtlichen Helfern, Grundstückseigentümern, Behörden und Sponsoren fieberhaft daran, um Fans und Zuschauern wieder ein Geländesport-Spektakel der Extra-Klasse zu bieten. Dabei wird auf Altbewährtes gesetzt, verfeinert mit der ein oder anderen neuen pfiffigen Idee, was der bevorstehenden Veranstaltung eine ganz besondere Note verleihen soll. Natürlich bereits auch im Hinblick auf das große WM-Finale im kommenden Jahr!

Doch vorerst gilt alle Aufmerksamkeit der 2019er Auflage. Die wichtigsten Eckpunkte des Enduro-Klassikers sind in den folgenden Zeilen zusammenfasst: „Rund um Zschopau“ findet am 12. Oktober statt. Bereits am Vorabend wird der Prolog in Hohndorf nach bewährtem Konzept bestritten. „RuZ“ zählt auch in diesem Jahr wieder als Wertungslauf zur Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft. Allerdings wird das Finale diesmal nicht in der Motorradstadt ausgetragen, das findet vierzehn Tage später im sächsisch-anhaltinischen Tucheim statt. Auch ist die Veranstaltung in Zschopau, im Gegensatz zum Vorjahr, kein Prädikatslauf der Deutschen Enduro-Cup-Klassen sowie der Damen, Senioren und Super-Senioren.

Die Strecke wird wie im Vorjahr gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Das heißt, die erste Prüfung des Tages wird der Enduro-Test in Venusberg inkl. Start am Fuße des legendären Weberhanges sein. Die zweite Sonderprüfung feiert Premiere. Erstmalig wird im berühmt berüchtigten „Hübler-Wald“ in Waldkirchen ein Test stattfinden, der sich bis hoch zum weithin sichtbaren Windrad zieht. Von dort geht es eine enge und extra dafür mit zwei Zeitkontrollen begrenzte Etappe hinüber bis kurz vor das Börnichener Schlammloch. Getrödelt darf von den Aktiven auf diesem Teilabschnitt nicht werden, sonst drohen Strafzeiten. Solche kurzen, knackigen Etappen sind wieder zunehmend bei internationalen Wettbewerben im Trend. Vielleicht schon ein Fingerzeig auf das kommende Jahr? Der letzte Test auf der Runde wird, nach erfolgreichem Versuch im Vorjahr, wieder in Hohndorf unmittelbar am Prolog-Areal mit den eingebundenen Streckenelementen des Vorabends sein. Aber nicht nur auf den Sonderprüfungen können sich die Zuschauer auf geballte Geländesport-Action freuen. Auch an den traditionellen Streckenpunkten, wie die Auffahrten in Gelenau, Weißbach und Dittmannsdorf sowie die Sektion „under the brigde“ in Zschopau oder die Schlammpassagen in Altenhain und Börnichen werden die Fanherzen höher schlagen lassen.

Start und Ziel befinden sich wieder direkt vor dem Zschopauer Rathaus, alle administrativen Anlaufpunkte sowie das Fahrerlager im MZZ-Areal. Die Technische Abnahme wird wieder am Freitag auf dem Vorhof von Schloss Wildeck vollzogen, das Parc Fermé befindet sich erneut im inneren Schlosshof und kann ringsherum von außen besichtigt werden. Das Festzelt, in welchem am Samstagabend wieder die Siegerehrung mit anschließender Race-Party stattfindet, wird wieder auf dem Platz des ehemaligen Kinos an den Zschopauer Anlagen zu finden sein. Der Eintritt für Freitag (Prolog) und Samstag (alle Streckenabschnitte) kostet 10 Euro, nur für samstags 5 Euro. Separate Tickets für den Prolog sind nicht erhältlich. Kinder bis 12 Jahre sind frei. Die samstägliche Abendveranstaltung ist für sämtliche Besucher ebenfalls kostenfrei!

Weitere, detaillierte Informationen für Fahrer und Zuschauer zur Veranstaltung sind dem „RuZ-Guide“ zu entnehmen. Auch sei hier an dieser Stelle empfohlen, in den kommenden Tagen immer mal wieder einen Blick auf die Homepage zu werfen…

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